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Die erste Hürde gestreift ? Furiose Aufholjagd der Handballdamen

Mangelnde Chancenverwertung verhindert verdienten Sieg ? Ein Punkt geht nach Ruwertal.

?Das Spiel hätten wir trotz Startproblemen gewinnen müssen?, gestanden sich die Spielerinnen, in urlaubsbedingter Abwesenheit ihres Trainers Bernd Hennen, nach dem Spiel unumwunden ein. Lediglich die miserable Chancenauswertung, vor allem in der zweiten Spielhälfte verhinderte den klaren Sieg der Gerolsteinerinnen, die vor allem in dieser Hälfte mit einem bärenstarken Abwehrbollwerk glänzten. Immer wieder wurden die Bälle schon während des Gästeabgriffs souverän erobert, aber leider nicht immer zum Torerfolg genutzt.

Einen ganz schlechten Start, nicht zuletzt bedingt durch die Aufregung kurz vor Anpfiff der Partie, erwischten die Gastgeberinnen. Der eingeteilte Schiedsrichter erschien nicht und es war zunächst mangels ?Man in black? lange unklar, ob die Partie überhaupt angepfiffen werden konnte.

Nachdem Wolfgang Miesen, ehemaliger Schiedsrichter, sich bereit erklärte die Partie zu leiten (Vielen Dank dafür!), kehrte wieder langsam Normalität ein. Lediglich die Damen schienen auf dem Parkett noch mit der Nervosität zu kämpfen und gerieten zunehmend unter Druck und somit auch 1:6 in Rückstand. Diese Schwächephase beendete dann das Team, an diesem Tag durch die beiden Spielerinnen Silvia Eisenhuth (Knieverletzung) und Andy Eisenhuth (Babypause) souverän gecoacht, und spielte fortan couragiert auf. Ergebnis war der 7:9 Pausenstand. In der zweiten Hälfte war es wieder eine zehnminütige Schwächephase, die das Gerolsteiner Team zunächst um den Lohn der Arbeit brachte. Zu viele unnötige Ballverluste und nicht verwertete Torchancen, entschärft durch die Gästekeeperin, die in diesem Spielabschnitt wesentlichen Anteil daran hatte, dass die Gäste im Spiel blieben. Erst circa ab der 43. Spielminute boten die Hausherrinnen vor begeistertem heimischen Publikum eine starke Vorstellung. Zu diesem Zeitpunkt gelang es den Gästen nur noch selten das Abwehrbollwerk zu durchdringen. Kam es dann trotzdem zu einem verzweifelten Torwurf, dann waren da noch die beiden Gerolsteiner Torhüterinnen Diane Schmitz und Mariella Schlüter, die nichts anbrennen ließen. ?Dass wir in dieser spannenden Endphase den Sack nicht zugemacht haben, haben wir uns durch eine miserable Chancenverwertung selbst zuzuschreiben?,  resümierten die Spielerinnen zwar ein wenig enttäuscht, aber trotzdem stolz über die gemeinsam bewiesene Moral und den Teamgeist, vor allem in der schier ausweglos scheinenden übernervösen Anfangsphase.